Plattdeutscher Abend 04. Juni 2019

 

Eintritt frei – Der Hut geht rum.

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Achtung Wanderer !

Sperrung der Brücke  über die Este beim Ringwall Alte Burg

Die Brücke über die Este nahe dem Ringwall Alte Burg musste behördlicherseits wegen Baufälligkeit gesperrt werden!

Brücke über die Este beim Ringwall „Alte Burg“

Von Bötersheim kommend erreicht man Hollenstedt, indem man bei der Abzweigung (ca. 200 m vor der Alten Burg) geradeaus weiter dem Wegweiser Richtung Hollenstedt folgt.

 

 

 

 

Beschilderng „Estewanderweg“

Will man den Ringwall Alte Burg besichtigen, folgt man in Hollenstedt vom Schulparkplatz „Am Stinnberg“  der Beschilderng „Estewanderweg“  (ca. 2,5 km Wegstrecke bis zur Alten Burg).
Von Hollenstedt aus Richtung Bötersheim geht man auf der Dierstorfer Straße unter der Autobahunterführung am Ortsende von Hollenstedt hindurch und folgt nach ca. 50 m einem schräg ansteigenden Weg Richtung Autobahn, geht ein Stück parallel zur Autobahn und dann durch das kleine Viadukt Richtung Bötersheim.
Wir bedauern diesen Zustand sehr und hoffen, dass er möglichst schnell behoben werden kann!

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Jahreshauptversammlung 2019

Volles Haus im „Deutschen Haus“

Ludwig Hauschild (1. Vorsitzender)

Am Mittwoch, dem 27.3. 2019 beging der „Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V.“ seine Jahreshauptversammlung.
Rund 40 der Mitglieder waren erschienen und füllten die schmuck hergerichtete alte Diele des Traditions-Gasthofes „Deutsches Haus“ in Appel.
Zu Beginn gab es einen spannenden Vortrag von Dr. Jochen Brandt vom Archäologischen Museum Hamburg (früher Helms Museum Harburg) über jüngste Ausgrabungen einer Siedlung des frühen Mittelalters im Bereich des Gewerbegebietes Todtglüsingen/Tostedt.
Danach begannen die üblichen Vereinsregularien.
Der erste Vorsitzende Ludwig Hauschild ließ in seiner launigen Art die Begebenheiten des letzten Jahres Revue passieren und stellte einen Haushaltsplan für 2019 vor.
Anschließend wurden die Posten der stellvertretenden Presse- und Kassenwarte, sowie der stellvertretenden Schriftführerin vergeben.
Der Kassenprüfer hatte eine exakte Kassenführung festgestellt. Er beantragte die Entlastung des Vorstands, die von den Mitgliedern bestätigt wurde.

Der Verein, der sich neben der plattdeutschen Sprache vorrangig die Pflege der Wanderwege im mittleren Estetal zur Aufgabe gemacht hat und dort auch Führungen Interessierter zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten übernimmt, begeht im September sein 50-jähriges Bestehen.
Eine Jubiläumsfeier soll im September 2019 ausgerichtet werden.
Als kleines Dankeschön an die so zahlreich erschienenen Mitglieder wurde druckfrisch die neue Ausgabe des Vereinsmagazins DER ESTETALER verteilt, das sich im Raum Hollenstedt großer Beliebtheit erfreut.
Neben Artikeln über aktuelle und historische Begebenheiten aus der Region, rankt sich das diesmalige Hauptthema des Heftes rund um die Besenheide, die für 2019 zur „Blume des Jahres“ gekürt wurde.
Kaum jemand weiß heute noch, dass vor rund 150 Jahren auch unsere Region bis an die Elbe heran mit Heidelandschaft bedeckt gewesen ist – Ortsnamen wie Heidenau erinnern noch daran.

BU zum Heft: DER ESTETALER wird im Raum Hollenstedt kostenlos verteilt und an Interessierte verschickt. (Tel.: 04165 / 80319).

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Die „Alte Burg“ bei Hollenstedt

Wann entstand der Ringwall Alte Burg bei Hollenstedt?

Südlich von Hollenstedt, an der Este gelegen, findet man noch heute einen Ringwall mit Graben. Um zu klären, welche Bedeutung diese Anlage im Mittelalter hatte, und insbesondere, um die Struktur des Walles zu erforschen, hatten Mitarbeiter des Archäologischen Museums Hamburg (Helms-Museum) und der Universität Göttingen  im Jahre 2014 Grabungen im Wall vorgenommen. Frühere Untersuchungen liegen vierzig Jahre zurück. Nun sollten neue Erkenntnisse mit modernen Methoden und  Geräten erarbeitet werden.
Früher war man der Meinung, Karl der Große (er herrschte von 768 bis 814) habe sie angelegt, als er nachweislich anno 804 bei Hollenstedt ein Lager aufgeschlagen hatte. Doch dass dies nicht der Fall sein kann, gilt inzwischen wohl als bewiesen. Denn die Burg ist nach dem neuesten Stand um das Jahr 880 errichtet worden, wie Radiokarbon  Messungen an verkohlten Holzresten aus dem Wall ergaben.

Schnitt durch den Wall (im unteren Teil verkohlte Holzreste zu erkennen).

Beeindruckend ist der Querschnitt durch den Wall, den die Wissenschaftler erstellten. Deutlich sind verkohlte Hölzer zu erkennen. Dr. Brand und Prof. Weiss vom Archäologischen Museum erklärten auf einer Pressekonferenz die Zusammenhänge:  Vermutlich war diese Anlage eine Art Schutzburg, die der anliegenden Bevölkerung in Kriegszeiten Unterschlupf gewährte. Es wurde ein Wall angelegt, auf dem wohl auch noch Holzpalisaden aufgestellt waren. Dieser Wall wurde mit großer Sorgfalt errichtet. Den Grundstock bildete eine Holzkonstruktion, die sodann aufgeschüttet und  mit Grassoden befestigt wurde. Hinter dem Wall fanden sich Kasematten,  vor dem Wall ein tiefer Graben. Wahrscheinlich hat der hölzerne Teil durch Kriegseinwirkung oder Blitzschlag  Feuer gefangen und wurde  sodann durch Schwelbrand gänzlich zerstört. So jedenfalls  sind die massigen Holzkohlereste im Wall zu erklären.

Und in diesem Zusammenhang erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse um die Entstehung der Keimzelle Hamburgs, der „Hammaburg“. Denn Burgen der damaligen Zeit waren einander ähnlich. Der Wall der Hammaburg wurde durch den Bombenkrieg und durch Abrissarbeiten völlig zerstört. So aber kann man Rückschlüsse ziehen zwischen der „Alten Burg“ bei Hollenstedt und der Hammaburg.
Also kann das Dorf Hollenstedt an der Klärung der Geschichte der Freien und Hansestadt Hamburg beitragen!

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Apfelpatenschaften

Apfelpatenschaftsalleen im Hollenstedter Raum

„Seht her, so sah das  Sortiment von Apfelbäumen vor etwa 80 Jahren aus“  könnte man seinen Kindern oder Enkeln sagen.
Denn für unsere Vorfahren waren Südfrüchte, wie Apfelsinen, Bananen usw. eine Rarität, sie wurden durchaus nicht täglich verzehrt. Um sich mit dem nötigen Obst zu versorgen, wurden an Straßenrändern und Wegen Apfel- und Birnbäume, auch Kirschen und Pflaumen  angepflanzt. In den Dörfern gab es meist kleinere Wiesen, auf denen Obstbäume gepflanzt waren, so genannte „Streuobstwiesen“.  Um eine Sortenvielfalt zu erzielen, wurden viele Sorten gezüchtet und genutzt. Besonders bei den Apfelbäumen war zu früheren Zeiten die Sortenvielfalt besonders groß. In Deutschland waren es über 1000 Sorten (mache Schätzungen sprechen sogar bis zu 5000!) mit einer riesigen Auswahl unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Nach dem 2. Weltkrieg jedoch rückte „Wirtschaftlichkeit“ in den Vordergrund und viele Obstbaumalleen und Streuobstwiesen fielen einer so genannten „Flurbereinigung“ zum Opfer. Seitens der EU wurden sogar Prämien für Obstbaumrodungen gezahlt. In den Regalen der Supermärkte findet man daher heute noch etwa fünf, allenfalls zehn verschiedene Apfelsorten, teils mit „langweiligem“ Geschmack.
Mit dem Verschwinden alter Apfelsorten droht auch das Aussterben wertvollen Gen-Materials, das aber für Wissenschaftler und Züchter von außerordentlicher Bedeutung ist. Verschiedene Organisationen in ganz Deutschland haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Sortenvielfalt zum Nutzen späterer Generationen zu erhalten. Dazu beizutragen ist auch Ziel unseres Vereins. Unser weiteres Ziel ist, interessierten Bürgern zu zeigen, welche Sorten evtl. für den eigenen Garten in Frage kommen.  
Wir haben deshalb in der Umgebung Hollenstedts verschiedene Alleen angelegt und konnten bisher immerhin 85 verschiedene Apfelsorten anpflanzen. Die Bestände sind zum Teil noch recht jung und bedürfen in den ersten Jahren unserer intensiven Pflege. Viele Bürger – nicht nur aus Hollenstedt – haben durch eine einmalige Spende eine sog. „Apfelpatenschaft“  für einen bestimmten Baum, und damit für eine bestimmte Sorte erworben, dies ist also nun „ihr Baum“. So konnten wir inzwischen über 140 Apfelbäume in den Patenschaftsalleen setzen.

An der Apfelpatenschaftsallee zwischen Wohlesbostel und Emmen.

Zu finden sind die Apfelpatenschaftsalleen:

in Ochtmannsbruch, Verlängerung der Straße „Krähenhop“ Richtung Heidenau
an einem Seitenweg der Straße zwischen Wohlesbostel und Emmen
bei Wohlesbostel am Verbindungsweg zwischen den Kreisstraßen 16 und 62
sowie einige Einzelbestände:

am Parkplatz vor dem Sportplatz in Hollenstedt
– am Kindergarten Hollenstedt
– am Spielplatz in Appelbek am See
– in Oldendorf

 

 

 

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unseren
1. Vorsitzenden:  Ludwig Hauschild, Heideweg 5, 21279 Hollenstedt
Tel.: 04165 80 319
E-Mail: ludwig.hauschild@t-online.de
oder an eine Adresse, die Sie unter „Impressum-Kontakte“ finden.

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Landfrauenverein und Heimat- u. Verkehrsverein

Landfrauenverein und Heimat- u. Verkehrsverein schaffen neues Biotop

Kompensationsfläche „Achtern Schünen II-Heidelerche“

An dem  Weg  „Am Rahden“ in Emmen in Richtung Moisburg, findet sich linker Hand auf einer leichten Anhöhe ein Stück Land, das mit Gras bewachsen und rundherum mit ganz jungen Sträuchern und auch jungen Bäumen bepflanzt ist.
Was hat es hiermit auf sich? Um es vorweg zu nehmen, amtlich heißt dieses Stück: Kompensationsfläche  „Achtern Schünen II-Heidelerche“;  es ist ca. 2,5 ha groß und wurde von der Gemeinde Hollenstedt als Ausgleichfläche erworben.
Im Herbst  2017 wurde dort eine Magerrasenmischung ausgesät.
Das ist der eine Teil der Geschichte, der andere: der LandFrauen Verein Hollenstedt und Umgebung, hatte die Idee, eine Blühwiese oder  Ähnliches  in unserer Landschaft zu schaffen. Aus einer Spendensammlung kamen 250 € zusammen. Die Idee wurde von Ludwig Hauschild, dem   Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrs-verein Estetal e.V. aufgegriffen, und er brachte beides unter einen Hut. Er schlug vor, auf der  Kompensationsfläche  Sträucher und Bäume anzupflanzen,  um ein Biotop für Insekten, Vögel und Niederwild  zu schaffen. Die Grasfläche eignet sich außerdem gut  für bodenbrütende Vögel u.a

(Von links): Kerstin Benecke, Petra Busch, Uta Augustin, Hildegard Meier, Joachim Aldag, Imkea Hauschild, Manfred Thiel, Ludwig Hauschild, Lars Schubert, Hund „Rosi“ war auch dabei.

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg  fand diese Idee gut und erteilte die Genehmigung, rund um die Wiese unterschiedliche Gruppen von Sträuchern und Bäumen zu pflanzen.
Der Heimat- und Verkehrsverein verdoppelte den Spendenbetrag und kaufte Schlehen, Weißdorn, Wildrosen, Wildbirnen, Wildäpfel, Vogelkirschen, Birken, Eichen und Kiefern.

„Graben und pflanzen!“

Am 24. März 2018 trafen sich fünf Mit-glieder des LandFrauen Vereins und vier Mitglieder des Heimat- und Verkehrs-vereins, um gemeinsam die jungen Hölzer  in die Erde zu bringen. Da die Pflanzen  als Containerware  geliefert wurden, werden sie gut anwachsen.  Noch sind sie allerdings klein und unscheinbar, doch nach wenigen Jahren werden sie den Vögeln und dem Niederwild guten Schutz bieten und ihre Früchte ihnen im Winter als Nahrung dienen.
Nach etwa zwei Stunden eifrigen Grabens und Pflanzens  war die Arbeit geschafft. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer mit  Kuchen und Kaffee von den Landfrauen belohnt, was nach getaner Arbeit auf freiem Feld gut mundete.

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