Plattdeutscher Abend am 8. Januar 2019

Dienstag, 8. Januar 2019 – 19°° Uhr                   Eintritt frei –  Der Hut geht rum
Gasthof „Deutsches Haus“, Appel  –  An der Kreisstraße 29  / 21279 Appel

Jürgen A. Schulz: 
 
Kulturdenkmale         

zwischen Marsch      

und Geest

Der Journalist und Filmemacher Jürgen A. Schulz hat sich vorgenommen, bedeutende Personen und Kulturdenkmale als Zeugen früherer Zeit wieder in unser Bewusstsein zu rücken. So hat er in seinen Filmen Persönlichkeiten  wie Pastor Bode, Schäfer Ast u.a. behandelt. An diesem Abend zeigt und erklärt er in seinem Film mehr als 60 heimische Kulturdenkmale aus der Geschichte unserer Region – von Hollenstedt über Undeloh, Hittfeld, Winsen durch den ganzen Landkreis.         Und alles auf Plattdeutsch!

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Apfelpatenschaften

Apfelpatenschaftsalleen im Hollenstedter Raum

„Seht her, so sah das  Sortiment von Apfelbäumen vor etwa 80 Jahren aus“  könnte man seinen Kindern oder Enkeln sagen.
Denn für unsere Vorfahren waren Südfrüchte, wie Apfelsinen, Bananen usw. eine Rarität, sie wurden durchaus nicht täglich verzehrt. Um sich mit dem nötigen Obst zu versorgen, wurden an Straßenrändern und Wegen Apfel- und Birnbäume, auch Kirschen und Pflaumen  angepflanzt. In den Dörfern gab es meist kleinere Wiesen, auf denen Obstbäume gepflanzt waren, so genannte „Streuobstwiesen“.  Um eine Sortenvielfalt zu erzielen, wurden viele Sorten gezüchtet und genutzt. Besonders bei den Apfelbäumen war zu früheren Zeiten die Sortenvielfalt besonders groß. In Deutschland waren es über 1000 Sorten (mache Schätzungen sprechen sogar bis zu 5000!) mit einer riesigen Auswahl unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Nach dem 2. Weltkrieg jedoch rückte „Wirtschaftlichkeit“ in den Vordergrund und viele Obstbaumalleen und Streuobstwiesen fielen einer so genannten „Flurbereinigung“ zum Opfer. Seitens der EU wurden sogar Prämien für Obstbaumrodungen gezahlt. In den Regalen der Supermärkte findet man daher heute noch etwa fünf, allenfalls zehn verschiedene Apfelsorten, teils mit „langweiligem“ Geschmack.
Mit dem Verschwinden alter Apfelsorten droht auch das Aussterben wertvollen Gen-Materials, das aber für Wissenschaftler und Züchter von außerordentlicher Bedeutung ist. Verschiedene Organisationen in ganz Deutschland haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Sortenvielfalt zum Nutzen späterer Generationen zu erhalten. Dazu beizutragen ist auch Ziel unseres Vereins. Unser weiteres Ziel ist, interessierten Bürgern zu zeigen, welche Sorten evtl. für den eigenen Garten in Frage kommen.  
Wir haben deshalb in der Umgebung Hollenstedts verschiedene Alleen angelegt und konnten bisher immerhin 85 verschiedene Apfelsorten anpflanzen. Die Bestände sind zum Teil noch recht jung und bedürfen in den ersten Jahren unserer intensiven Pflege. Viele Bürger – nicht nur aus Hollenstedt – haben durch eine einmalige Spende eine sog. „Apfelpatenschaft“  für einen bestimmten Baum, und damit für eine bestimmte Sorte erworben, dies ist also nun „ihr Baum“. So konnten wir inzwischen über 140 Apfelbäume in den Patenschaftsalleen setzen.

An der Apfelpatenschaftsallee
                                                                                    zwischen Wohlesbostel und Emmen

Zu finden sind die Apfelpatenschaftsalleen:
in Ochtmannsbruch, Verlängerung der Straße „Krähenhop“ Richtung Heidenau
an einem Seitenweg der Straße zwischen Wohlesbostel und Emmen
bei Wohlesbostel am Verbindungsweg zwischen den Kreisstraßen 16 und 62

sowie einige Einzelbestände:
am Parkplatz vor dem Sportplatz in Hollenstedt
am Kindergarten Hollenstedt
am Spielplatz in Appelbek am See
in Oldendorf

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unseren
1. Vorsitzenden:  Ludwig Hauschild, Heideweg 5, 21279 Hollenstedt
Tel.: 04165 80 319
E-Mail: ludwig.hauschild@t-online.de
oder an eine Adresse, die Sie unter „Impressum-Kontakte“ finden

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Jahreshauptversammlung 2018

Ludwig Hauschild weiterhin erster Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Estetal e.V.
Am 28. März 2018 wählten  die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V. auf der jährlichen Hauptversammlung erneut Ludwig Hauschild zu ihrem ersten Vorsitzenden, der den Verein nun bereits über 25 Jahre führt. Ein Mitglied beschrieb die Tätigkeit von Ludwig Hauschild: „Er redet nicht nur viel, er arbeitet auch viel.“ Treffender kann man den langjährigen Vorsitzenden wohl kaum beschreiben.

Hauschild führte in seinem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeiten des Vereins in 2017 u.a. aus:      Breiten Raum nahmen die Arbeiten im Wald-lehrpfad, in den Apfelpaten-schaftsalleen, im Ringwall Alte Burg u.a. ein. Zu beklagen ist

 

 

 

(Von links): Siegfried Silberbach (Kassenwart); Agnes Kleenlof (Schriftführerin);
LudwigHauschild (1. Vors.);  Anette Meyer (2. Vors.); Dr. Berthold Hohmann (Pressewart)

leider auch Vandalismus an Ruhebänken und Hinweis-schildern, der unnütz Geld und Zeitaufwand kostet. Ausführlich diskutiert wurde der Zustand der ca. 150 Ruhebänke in und um Hollenstedt. Es  fanden  sich für je  ein bestimmtes  Gebiet  „Bankpaten“, die künftig  einige Bänke im Auge behalten und gegebenenfalls leichte Pflegearbeiten vornehmen wollen.  Es werden aber noch weitere Paten gesucht.
Zu erwähnen sind die Wanderführungen am Estewanderweg, die stets guten Anklang finden. Die Plattdeutschen Abende werden offenbar immer beliebter, denn es konnten bei einzelnen Veranstaltungen bis 70 Personen gezählt werden. Auch das Vereinsorgan DER ESTETALER erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Begonnen bei Heft 1 mit einer Auflage von 500, liegt diese inzwischen bei 2000. Die Hefte erscheinen etwa zwei Mal im Jahr und liegen in Geschäften, Banken udgl. zur kostenlosen Mitnahme aus.
Einen breiteren Raum nahm die Besprechung für das Jubiläumsjahr 2019 ein, in dem der Verein 50 Jahre besteht. Für einen Festausschuss meldete sich eine Reihe von Mitgliedern, die das Jubiläum gestalten wollen.
Vor Beginn der Versammlung zeigte Werner Schmidt seinen neuen Dokumentarfilm  „Die Este von oben“.  Ein Großteil der Filmaufnahmen wurde mittels einer Drohne aus ca. 100 m Höhe gedreht. Man sah die Este z.T. aus einer völlig neuen Perspektive.

 

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Landfrauenverein und Heimat- u. Verkehrsverein schaffen neues Biotop

An dem  Weg  „Am Rahden“ in Emmen in Richtung Moisburg, findet sich linker Hand auf einer leichten Anhöhe ein Stück Land, das mit Gras bewachsen und rundherum mit ganz jungen Sträuchern und auch jungen Bäumen bepflanzt ist. Was hat es hiermit auf sich? Um es vorweg zu nehmen, amtlich heißt dieses Stück: Kompensationsfläche  „Achtern Schünen II-Heidelerche“;  es ist ca. 2,5 ha groß und wurde von der Gemeinde Hollenstedt als Ausgleichfläche erworben. Im Herbst  2017 wurde dort eine Magerrasenmischung ausgesät.
Das ist der eine Teil der Geschichte, der andere: der LandFrauen Verein Hollenstedt und Umgebung , hatte die Idee, eine Blühwiese oder  Ähnliches  in unserer Landschaft zu schaffen. Aus einer Spendensammlung kamen 250 € zusammen. Die Idee wurde von Ludwig Hauschild, dem   Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrs-verein Estetal e.V. aufgegriffen, und er brachte beides unter einen Hut. Er schlug vor, auf der  Kompensationsfläche  Sträucher und Bäume anzupflanzen,  um ein Biotop für Insekten, Vögel und Niederwild  zu schaffen. Die Grasfläche eignet sich außerdem gut  für bodenbrütende Vögel u.a

(Von links):  Kerstin Benecke, Petra Busch, Uta Augustin, Hildegard Meier, Joachim Aldag, Imkea Hauschild, Manfred Thiel, Ludwig Hauschild, Lars Schubert, Hund „Rosi“ war auch dabei

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg  fand diese Idee gut  und erteilte die Genehmigung, rund um die Wiese unterschiedliche Gruppen von Sträuchern und Bäumen zu pflanzen. Der Heimat- und Verkehrsverein verdoppelte den Spendenbetrag und kaufte Schlehen, Weißdorn, Wildrosen, Wildbirnen, Wildäpfel, Vogelkirschen, Birken, Eichen und Kiefern.

Am 24. März 2018 trafen sich fünf Mit-glieder des LandFrauen Vereins und vier Mitglieder des Heimat- und Verkehrs-vereins, um gemeinsam die jungen Hölzer  in die Erde zu bringen. Da die Pflanzen  als Containerware  geliefert wurden, werden sie gut anwachsen.  Noch sind sie allerdings klein und unscheinbar, doch nach wenigen Jahren werden sie den Vögeln und dem Niederwild guten Schutz bieten und ihre Früchte ihnen im Winter als Nahrung dienen.
Nach etwa zwei Stunden eifrigen Grabens und Pflanzens  war die Arbeit geschafft. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer mit  Kuchen und Kaffee von den Landfrauen belohnt, was nach getaner Arbeit auf freiem Feld gut mundete.

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Wir bitten Ihre Mithilfe

Zeugnisse der Geschichte Hollenstedts erhalten

Der Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V. hat es sich zu einer seiner Aufgaben gemacht, Zeitzeugnisse der Geschichte Hollenstedts zu erhalten, damit die Erinnerung und das Gedächtnis an die interessante und wechselvolle Geschichte dieser Region nicht verloren geht. Es soll alles gesammelt und archiviert werden, was zeigt, wie die Menschen in unserem Raum früher gelebt und gearbeitet haben und unter welchen Bedingungen sie ihr Leben gestalten mussten.

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Daher bittet der Heimat- und Verkehrsverein alle Mitbürger der Samtgemeinde Hollenstedt,  bei der Beschaffung und dem Erhalt von Zeitzeugnissen mit zu helfen, z.B. historische Gegenstände, Dokumente aller Art     (Urkunden, Ehrungen, Auszeichnungen etc.), Fotos und Bilder, Briefe und Postkarten, Münzen, Zeugnisse, Dokumente, alte Zeitschriften oder Illustrierte, nach Kräften mit zu helfen.
Auch wenn Zweifel bestehen, ob dieser oder jener Gegenstand für das Archiv überhaupt geeignet ist, steht der Heimat- und Verkehrsverein beratend zur Verfügung. Bitte einfach anrufen:
Ludwig Hauschild,  Hollenstedt, Tel.:  04165  80319
oder
Helmut Maack, Moisburg               Tel.: 04165 971055
Erich Tauber, Moisburg                  Tel:  04165  6767
Manfred Schmidt, Hollenstedt      Tel: 04165  80363

Es wäre schade, wenn wertvolles Archiv-Material im Müll landen würde.

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Baum des Jahres 2018

Die Ess-Kastanie  – Baum des Jahres 2018
Castanea sativa Mill. die Ess-Kastanie, auch Edelkastanie genannt, gehört zur Familie der Buchengewächse (Fagaceae); mit der Rosskastanie (Aeskulus hippocastanum L.) ist sie nicht verwandt.  Der Baum wurde bereits im Altertum im Mittelmeerraum angebaut und ist inzwischen in ganz Europa beliebt wegen seiner stärkereichen und  glutenfreien Früchte (sog. „Maronen“). In Deutschland finden sich größere Vorkommen im südwestdeutschen Raum in den klimatisch bevorzugten Weinbauregionen.
Die gestreckt-elliptischen Blätter können bis zu 20 cm lang werden und besitzen einen gekerbten Blattrand mit kleinen deutlichen Spitzen. Männliche und weibliche Blütenstände stehen am selben Baum (einhäusig). Zahlreiche kleine männliche Blüten sitzen an einer kätzchenähnlichen, ca. 20 cm langen Blütenstandsachse, nur etwa zwei bis drei kleine weibliche Blüten sind am Grunde der männlichen Kätzchen zu erkennen. Die braunen „Esskastanien“ (Nussfrüchte) werden von einer stacheligen Fruchthülle (Cupula) umgeben, die zunächst grün, später bräunlich gefärbt ist.  Sie öffnet sich bei der Reife und gibt so die Früchte frei. Diese  „Maronen“ werden etwa 2 bis 3 cm groß, an der Basis haben sie einen weißen Nabelfleck, an der Spitze finden sich häufig Reste der Blüte.

Ess-Kastanie Zweig mit Blättern und Blüten; Frucht; Früchte in der Fruchthülle; Blütenteile (Abb. aus Thomé Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz; 1885

Ess-Kastanien haben einen leicht süßlichen, nussigen, mehligen Geschmack. Sie können vielfach genutzt werden. Ganze, geschälte Maronen werden zum Kochen im Haushalt verwendet, meist als Speise-Beilage.  Beliebt sind geröstete Maroni auf Weihnachts- oder Jahrmärkten udgl. Auch zu Süßspeisen, Gebäck, Flocken und zu Likör werden sie verarbeitet. Delikatessen sind u.a. Kastanienbrot, Kastanien-Pfannkuchen oder „Ballotte“ (Kastanien in Fenchelwasser gekocht).  Wegen ihrer Glutenfreiheit dienen sie als Getreideersatz für Patienten mit Glutenallergie (Zöliakie). Schließlich werden sie auch als Viehfutter, insbesondere zur Schweinemast verwendet.
Das Holz mit seinem goldbraunen Ton ist für Tischlerarbeiten recht beliebt. Es ist weitgehend witterungsbeständig, leicht zu bearbeiten und kann gut gebogen werden.
Die Borke diente früher zur Ledergerbung.
Dr. Berthold Hohmann

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