Plattdeutscher Abend am 6. März 2019

Mittwoch, 6. März 2019 – 19°° Uhr
Gasthof Tödter –
Birkenweg 32 – 21646 Halvesbostel

Eintritt frei – Der Hut geht rum

Jan Graf vertellt, singt un speelt

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist jangrafakk-683x1024.jpg

Jan Graf (geb. 1973) wuchs auf einem Bauernhof in der Lüneburger Heide auf. Er arbeitet als freier Autor und Musiker. Mit satrischen Alltags- betrachtungen bringt Jan Graf sein Publikum zum Schmunzeln. Er schärf den kritschen Blick für die wichtgen Dinge im Leben. Für seinen wöchent- lichen Beitrag zur NDR-Platreihe „Hör mal´n beten to!“ ebenso wie für seine lyrischen Texte erhielt Jan Graf 2011 den „Niederdeutschen Kultur- preis“ der Stadt Kappeln. Als Liedermacher schmückt ihn seit 2008 der „Bad Bevensen Preis für Musik“ mit niederdeutschen Texten. Seit Anfang des Jahres 2019 bekleidet er das Amt des Referenten für Niederdeutsch und Friesisch im Schleswig-Holsteinischen Heimatbund. Leichtsinnige Literatur und fröhliche Volkslieder – das Publikum darf sich auf einen unterhaltsamen Abend freuen.

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Este-Wanderweg – Achtung Wanderer !

Sperrung der Brücke  über die Este
beim Ringwall Alte Burg

Die Brücke über die Este nahe dem Ringwall Alte Burg musste behördlicherseits wegen Baufälligkeit gesperrt werden!
Von Bötersheim kommend erreicht man Hollenstedt, indem man bei der Abzweigung (ca. 200 m vor der Alten Burg) geradeaus weiter dem Wegweiser Richtung Hollenstedt folgt.
Von Hollenstedt aus Richtung Bötersheim geht man auf der Dierstorfer Straße unter der Autobahunterführung am Ortsende von Hollenstedt hindurch und folgt nach ca. 50 m einem schräg ansteigenden Weg Richtung Autobahn, geht ein Stück parallel zur Autobahn und dann durch das kleine Viadukt Richtung Bötersheim.
Wir bedauern diesen Zustand sehr und hoffen, dass er möglichst schnell behoben werden kann!

 

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Die „Alte Burg“ bei Hollenstedt

Wann entstand der Ringwall Alte Burg bei Hollenstedt?

Südlich von Hollenstedt, an der Este gelegen, findet man noch heute einen Ringwall mit Graben. Um zu klären, welche Bedeutung diese Anlage im Mittelalter hatte, und insbesondere, um die Struktur des Walles zu erforschen, hatten Mitarbeiter des Archäologischen Museums Hamburg (Helms-Museum) und der Universität Göttingen  im Jahre 2014 Grabungen im Wall vorgenommen. Frühere Untersuchungen liegen vierzig Jahre zurück. Nun sollten neue Erkenntnisse mit modernen Methoden und  Geräten erarbeitet werden.
Früher war man der Meinung, Karl der Große (er herrschte von 768 bis 814) habe sie angelegt, als er nachweislich anno 804 bei Hollenstedt ein Lager aufgeschlagen hatte. Doch dass dies nicht der Fall sein kann, gilt inzwischen wohl als bewiesen. Denn die Burg ist nach dem neuesten Stand um das Jahr 880 errichtet worden, wie Radiokarbon  Messungen an verkohlten Holzresten aus dem Wall ergaben.


Schnitt durch den Wall 
(im unteren Teil verkohlte Holzreste zu erkennen)

Beeindruckend ist der Querschnitt durch den Wall, den die Wissenschaftler erstellten. Deutlich sind verkohlte Hölzer zu erkennen. Dr. Brand und Prof. Weiss vom Archäologischen Museum erklärten auf einer Pressekonferenz die Zusammenhänge:  Vermutlich war diese Anlage eine Art Schutzburg, die der anliegenden Bevölkerung in Kriegszeiten Unterschlupf gewährte. Es wurde ein Wall angelegt, auf dem wohl auch noch Holzpalisaden aufgestellt waren. Dieser Wall wurde mit großer Sorgfalt errichtet. Den Grundstock bildete eine Holzkonstruktion, die sodann aufgeschüttet und  mit Grassoden befestigt wurde. Hinter dem Wall fanden sich Kasematten,  vor dem Wall ein tiefer Graben. Wahrscheinlich hat der hölzerne Teil durch Kriegseinwirkung oder Blitzschlag  Feuer gefangen und wurde  sodann durch Schwelbrand gänzlich zerstört. So jedenfalls  sind die massigen Holzkohlereste im Wall zu erklären.

Und in diesem Zusammenhang erhoffen sich die Wissenschaftler weitere Erkenntnisse um die Entstehung der Keimzelle Hamburgs, der „Hammaburg“. Denn Burgen der damaligen Zeit waren einander ähnlich. Der Wall der Hammaburg wurde durch den Bombenkrieg und durch Abrissarbeiten völlig zerstört. So aber kann man Rückschlüsse ziehen zwischen der „Alten Burg“ bei Hollenstedt und der Hammaburg.
Also kann das Dorf Hollenstedt an der Klärung der Geschichte der Freien und Hansestadt Hamburg beitragen!


         

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Apfelpatenschaften

Apfelpatenschaftsalleen im Hollenstedter Raum

„Seht her, so sah das  Sortiment von Apfelbäumen vor etwa 80 Jahren aus“  könnte man seinen Kindern oder Enkeln sagen.
Denn für unsere Vorfahren waren Südfrüchte, wie Apfelsinen, Bananen usw. eine Rarität, sie wurden durchaus nicht täglich verzehrt. Um sich mit dem nötigen Obst zu versorgen, wurden an Straßenrändern und Wegen Apfel- und Birnbäume, auch Kirschen und Pflaumen  angepflanzt. In den Dörfern gab es meist kleinere Wiesen, auf denen Obstbäume gepflanzt waren, so genannte „Streuobstwiesen“.  Um eine Sortenvielfalt zu erzielen, wurden viele Sorten gezüchtet und genutzt. Besonders bei den Apfelbäumen war zu früheren Zeiten die Sortenvielfalt besonders groß. In Deutschland waren es über 1000 Sorten (mache Schätzungen sprechen sogar bis zu 5000!) mit einer riesigen Auswahl unterschiedlichster Geschmacksrichtungen. Nach dem 2. Weltkrieg jedoch rückte „Wirtschaftlichkeit“ in den Vordergrund und viele Obstbaumalleen und Streuobstwiesen fielen einer so genannten „Flurbereinigung“ zum Opfer. Seitens der EU wurden sogar Prämien für Obstbaumrodungen gezahlt. In den Regalen der Supermärkte findet man daher heute noch etwa fünf, allenfalls zehn verschiedene Apfelsorten, teils mit „langweiligem“ Geschmack.
Mit dem Verschwinden alter Apfelsorten droht auch das Aussterben wertvollen Gen-Materials, das aber für Wissenschaftler und Züchter von außerordentlicher Bedeutung ist. Verschiedene Organisationen in ganz Deutschland haben sich deshalb zum Ziel gesetzt, diese Sortenvielfalt zum Nutzen späterer Generationen zu erhalten. Dazu beizutragen ist auch Ziel unseres Vereins. Unser weiteres Ziel ist, interessierten Bürgern zu zeigen, welche Sorten evtl. für den eigenen Garten in Frage kommen.  
Wir haben deshalb in der Umgebung Hollenstedts verschiedene Alleen angelegt und konnten bisher immerhin 85 verschiedene Apfelsorten anpflanzen. Die Bestände sind zum Teil noch recht jung und bedürfen in den ersten Jahren unserer intensiven Pflege. Viele Bürger – nicht nur aus Hollenstedt – haben durch eine einmalige Spende eine sog. „Apfelpatenschaft“  für einen bestimmten Baum, und damit für eine bestimmte Sorte erworben, dies ist also nun „ihr Baum“. So konnten wir inzwischen über 140 Apfelbäume in den Patenschaftsalleen setzen.

An der Apfelpatenschaftsallee
                                                                                    zwischen Wohlesbostel und Emmen

Zu finden sind die Apfelpatenschaftsalleen:
in Ochtmannsbruch, Verlängerung der Straße „Krähenhop“ Richtung Heidenau
an einem Seitenweg der Straße zwischen Wohlesbostel und Emmen
bei Wohlesbostel am Verbindungsweg zwischen den Kreisstraßen 16 und 62

sowie einige Einzelbestände:
am Parkplatz vor dem Sportplatz in Hollenstedt
am Kindergarten Hollenstedt
am Spielplatz in Appelbek am See
in Oldendorf

Für weitere Fragen wenden Sie sich bitte an unseren
1. Vorsitzenden:  Ludwig Hauschild, Heideweg 5, 21279 Hollenstedt
Tel.: 04165 80 319
E-Mail: ludwig.hauschild@t-online.de
oder an eine Adresse, die Sie unter „Impressum-Kontakte“ finden

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Jahreshauptversammlung 2018

Ludwig Hauschild weiterhin erster Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereins Estetal e.V.
Am 28. März 2018 wählten  die Mitglieder des Heimat- und Verkehrsverein Estetal e.V. auf der jährlichen Hauptversammlung erneut Ludwig Hauschild zu ihrem ersten Vorsitzenden, der den Verein nun bereits über 25 Jahre führt. Ein Mitglied beschrieb die Tätigkeit von Ludwig Hauschild: „Er redet nicht nur viel, er arbeitet auch viel.“ Treffender kann man den langjährigen Vorsitzenden wohl kaum beschreiben.

Hauschild führte in seinem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeiten des Vereins in 2017 u.a. aus:      Breiten Raum nahmen die Arbeiten im Wald-lehrpfad, in den Apfelpaten-schaftsalleen, im Ringwall Alte Burg u.a. ein. Zu beklagen ist

 

 

 

(Von links): Siegfried Silberbach (Kassenwart); Agnes Kleenlof (Schriftführerin);
LudwigHauschild (1. Vors.);  Anette Meyer (2. Vors.); Dr. Berthold Hohmann (Pressewart)

leider auch Vandalismus an Ruhebänken und Hinweis-schildern, der unnütz Geld und Zeitaufwand kostet. Ausführlich diskutiert wurde der Zustand der ca. 150 Ruhebänke in und um Hollenstedt. Es  fanden  sich für je  ein bestimmtes  Gebiet  „Bankpaten“, die künftig  einige Bänke im Auge behalten und gegebenenfalls leichte Pflegearbeiten vornehmen wollen.  Es werden aber noch weitere Paten gesucht.
Zu erwähnen sind die Wanderführungen am Estewanderweg, die stets guten Anklang finden. Die Plattdeutschen Abende werden offenbar immer beliebter, denn es konnten bei einzelnen Veranstaltungen bis 70 Personen gezählt werden. Auch das Vereinsorgan DER ESTETALER erfreut sich weiterhin großer Beliebtheit. Begonnen bei Heft 1 mit einer Auflage von 500, liegt diese inzwischen bei 2000. Die Hefte erscheinen etwa zwei Mal im Jahr und liegen in Geschäften, Banken udgl. zur kostenlosen Mitnahme aus.
Einen breiteren Raum nahm die Besprechung für das Jubiläumsjahr 2019 ein, in dem der Verein 50 Jahre besteht. Für einen Festausschuss meldete sich eine Reihe von Mitgliedern, die das Jubiläum gestalten wollen.
Vor Beginn der Versammlung zeigte Werner Schmidt seinen neuen Dokumentarfilm  „Die Este von oben“.  Ein Großteil der Filmaufnahmen wurde mittels einer Drohne aus ca. 100 m Höhe gedreht. Man sah die Este z.T. aus einer völlig neuen Perspektive.

 

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Landfrauenverein und Heimat- u. Verkehrsverein schaffen neues Biotop

An dem  Weg  „Am Rahden“ in Emmen in Richtung Moisburg, findet sich linker Hand auf einer leichten Anhöhe ein Stück Land, das mit Gras bewachsen und rundherum mit ganz jungen Sträuchern und auch jungen Bäumen bepflanzt ist. Was hat es hiermit auf sich? Um es vorweg zu nehmen, amtlich heißt dieses Stück: Kompensationsfläche  „Achtern Schünen II-Heidelerche“;  es ist ca. 2,5 ha groß und wurde von der Gemeinde Hollenstedt als Ausgleichfläche erworben. Im Herbst  2017 wurde dort eine Magerrasenmischung ausgesät.
Das ist der eine Teil der Geschichte, der andere: der LandFrauen Verein Hollenstedt und Umgebung , hatte die Idee, eine Blühwiese oder  Ähnliches  in unserer Landschaft zu schaffen. Aus einer Spendensammlung kamen 250 € zusammen. Die Idee wurde von Ludwig Hauschild, dem   Vorsitzenden des Heimat- und Verkehrs-verein Estetal e.V. aufgegriffen, und er brachte beides unter einen Hut. Er schlug vor, auf der  Kompensationsfläche  Sträucher und Bäume anzupflanzen,  um ein Biotop für Insekten, Vögel und Niederwild  zu schaffen. Die Grasfläche eignet sich außerdem gut  für bodenbrütende Vögel u.a

(Von links):  Kerstin Benecke, Petra Busch, Uta Augustin, Hildegard Meier, Joachim Aldag, Imkea Hauschild, Manfred Thiel, Ludwig Hauschild, Lars Schubert, Hund „Rosi“ war auch dabei

Die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Harburg  fand diese Idee gut  und erteilte die Genehmigung, rund um die Wiese unterschiedliche Gruppen von Sträuchern und Bäumen zu pflanzen. Der Heimat- und Verkehrsverein verdoppelte den Spendenbetrag und kaufte Schlehen, Weißdorn, Wildrosen, Wildbirnen, Wildäpfel, Vogelkirschen, Birken, Eichen und Kiefern.

Am 24. März 2018 trafen sich fünf Mit-glieder des LandFrauen Vereins und vier Mitglieder des Heimat- und Verkehrs-vereins, um gemeinsam die jungen Hölzer  in die Erde zu bringen. Da die Pflanzen  als Containerware  geliefert wurden, werden sie gut anwachsen.  Noch sind sie allerdings klein und unscheinbar, doch nach wenigen Jahren werden sie den Vögeln und dem Niederwild guten Schutz bieten und ihre Früchte ihnen im Winter als Nahrung dienen.
Nach etwa zwei Stunden eifrigen Grabens und Pflanzens  war die Arbeit geschafft. Zum Abschluss wurden die Teilnehmer mit  Kuchen und Kaffee von den Landfrauen belohnt, was nach getaner Arbeit auf freiem Feld gut mundete.

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